75 Years of Capitol Records

75 Years of Capitol Records

Im Januar 2015 war ich nach der CES zu Besuch in Hollywood und traf Marshall Blonstein von Audio Fidelity an einem verregneten Vormittag auf dem Wilshire Boulevard. Er wollte mir unbedingt das Capitol Building zeigen, an dem ich eigentlich eher überschaubares Interesse hatte. Doch sein Enthusiasmus war so enorm, dass wir uns durch den Stadtverkehr auf den Weg machten und dann plötzlich tatsächlich ein runder Turm zwischen all den Industrie-Standard-Kästen von Hollywood auftauchte. Der Turm an sich ist auch nicht wirklich spektakulär. Die Geschichten dazu jedoch umso mehr. In dem Gebäude befindet sich das berühmte Studio A, in dem Frank Sinatra und Dean Martin ihre populärsten Aufnahmen machten. Da haben die Beatles gespielt und die Beach Boys und es war die erste richtig große Nummer im Musikgeschäft an der amerikanischen Westküste. Diese Geschichten rund um Capitol Records sind jetzt in einem 492-seitigen Bildband aus dem TASCHEN-Verlag erschienen, den ich mir gestern Abend bei meinem Buchhändler gekauft habe. Rund 6 Kilo im Pappkarton mit Tragegriff für € 99,99 – und als ich dann zuhause in den Bildern versank und Fotos von Nat King Cole sah, die ich ansonsten nur von den Analogue-Productions-SACDs kenne, wurde mir klar, dass dies ein guter Kauf war.

In einer Zeit, in der ich selbst mich dabei erwische, viel zu viel Zeit online zu verbringen, ist dieser Band der analoge Gegenentwurf. Es geht um intensive Photos auf schönem Papier. Es geht um eine Geschichte und nicht nur um Aufmerksamkeit bis zum nächsten Klick. Der Gedanke, dass jemand sein iPad nimmt, um damit solche Bilder anzusehen wird geradezu lächerlich, wenn man sich einmal aufgerafft hat, sich mit etwas „Echtem“ zu beschäftigen und nicht in die Convenience-Falle getappt ist, dass es anders doch viel schneller ginge.

Hiermit also eine Buchempfehlung und die dringende Aufforderung, sich das Werk „75 Years of Capitol Records“ bitte nicht online, sondern beim Buchhändler vor Ort zu bestellen.

Schnee in Kanada

Von Julien Pelchat (Verity Audio) erreichte uns heute dieses Foto. Jetzt wissen wir auch, warum unser Hersteller in Kanada so viel Zeit mit der Entwicklung von Lautsprechern verbringt – rausgehen mag man angesichts solcher Wetterverhältnisse sicher eher weniger. Angesichts so viel Schnee mag man sich gar nicht mehr über die derzeitige Kälte in Deutschland beschweren!

Vorfreude!

Es soll keiner behaupten, die Zeiten für audiophile Musikliebhaber wären schlecht. Audia Flight hat uns zwei Abbildungen von neuen Produkten übermittelt, die im Frühjahr 2017 erscheinen sollen. Die Vorstufe FLS 1 ist modular aufgebaut und kann sowohl einen Phono- als auch einen Digitaleinschub (32-bit AKM-Wandler mit DSD-Unterstützung!) aufnehmen und hat einen richtig guten Kopfhörerverstärker. Sie ist somit die ideale Spielpartnerin für die Endstufe FLS 4. Und wenn nun die Entwicklung der Vorstufe praktisch abgeschlossen ist, dann kann man auch gleich den Vollverstärker FLS 10 zeigen. Er ist eine Kombination aus der FLS 1 und einer leistungsmäßig abgeschwächten Version der FLS 4 in einem Gehäuse. Wer möchte, kann jedoch in Kombination mit der FLS 4 auch auf Bi-Amping nachrüsten – und das sogar symmetrisch verkabelt.








Verity Audio am 9./10. Dezember in Saarbrücken

Am Freitag den 09.12.2016 (10.00 – 20.00) und Samstag, den 10.12.2016 (10.00 – 18.00) stellt Michael Preul vom HiFi-Forum Preul in Saarbrücken die Lautsprecher von Verity Audio vor. Ausgestellt sind die Modelle FINN, LEONORE und AMADIS S. Anwesend ist auch unser Außendienstler Florian Schütz, der mit Tonträgern, audiophilem Zubehör und Rat und Tat zur Seite steht.

Ein Bonbon gibt es noch für alle Eltern mit Kleinkindern: gegen 17.00 wird – je nach Wetterlage – ein Weihnachtsmann über den St. Johanner Markt fliegen.

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„It’s vinyl, man!“

„It’s vinyl, man!“

Teil unseres Vertriebsalltags ist es, retournierte Schallplatten einer Sichtkontrolle zu unterziehen, sie probezuhören, zu waschen, manchmal auch zu bügeln, sie wieder probezuhören und dann entweder neu zu verpacken oder dem Label zurückzusenden. Momentan warten etwa 50 LPs auf diesen Prozess und in unserem Büro wird auf diese Weise eigentlich permanent Musik gehört. Wir lernen Fehler kennen, die wir nie für möglich gehalten hätten. Wir haben unser Gehör für Ticks, Rauschen oder Knackser perfektioniert. Und manchmal sind wir auch einfach ratlos, was denn wohl das Problem sein könnte.

Steve Hoffman, seines Zeichens Masteringingenieur in den USA und zuständig zum Beispiel für zahlreiche Neuveröffentlichungen von Audio Fidelity, äußerte sich zu dieser Problematik in seinem Forum wie folgt:

„Look, you guys are obsessing. RTI (if that’s where these are made) is a world-class pressing plant, one of the best if not THE best, but there is no such thing as a perfect pressed record any more. The vinyl compound itself is less perfect now, the stuff that made it silent is against the law to use, etc. They do what they can but it’s a record. If it’s sold for $5.00 or $500.00, it’s still made the same way. There is no special Rolls Royce Press reserved for really expensive stuff, all the 180 gram presses are the same high quality. That being said, it’s records! C’mon. Each one will be different from the other one, even when you stand there watching them being pressed. No two will be the same. Just like always and forever.”

Oder wie der Chef uns immer wieder klar macht: in den USA gilt alles als verkäuflich, was abspielbar ist.