„It’s vinyl, man!“

Teil unseres Vertriebsalltags ist es, retournierte Schallplatten einer Sichtkontrolle zu unterziehen, sie probezuhören, zu waschen, manchmal auch zu bügeln, sie wieder probezuhören und dann entweder neu zu verpacken oder dem Label zurückzusenden. Momentan warten etwa 50 LPs auf diesen Prozess und in unserem Büro wird auf diese Weise eigentlich permanent Musik gehört. Wir lernen Fehler kennen, die wir nie für möglich gehalten hätten. Wir haben unser Gehör für Ticks, Rauschen oder Knackser perfektioniert. Und manchmal sind wir auch einfach ratlos, was denn wohl das Problem sein könnte.

Steve Hoffman, seines Zeichens Masteringingenieur in den USA und zuständig zum Beispiel für zahlreiche Neuveröffentlichungen von Audio Fidelity, äußerte sich zu dieser Problematik in seinem Forum wie folgt:

„Look, you guys are obsessing. RTI (if that’s where these are made) is a world-class pressing plant, one of the best if not THE best, but there is no such thing as a perfect pressed record any more. The vinyl compound itself is less perfect now, the stuff that made it silent is against the law to use, etc. They do what they can but it’s a record. If it’s sold for $5.00 or $500.00, it’s still made the same way. There is no special Rolls Royce Press reserved for really expensive stuff, all the 180 gram presses are the same high quality. That being said, it’s records! C’mon. Each one will be different from the other one, even when you stand there watching them being pressed. No two will be the same. Just like always and forever.”

Oder wie der Chef uns immer wieder klar macht: in den USA gilt alles als verkäuflich, was abspielbar ist.

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