Brummtrolle gesucht!

Sehr geehrter Herr Sieveking,

als langjähriger Verwender Ihrer Schallplatten, etc. habe ich mir letzthin nach vielen Ihrer Schallplatten dieses wirklich wunderschöne Buch geleistet. Inzwischen sind meine beiden Enkel ( 3+5 ) bei jedem Besuch bei uns begeisterte Benutzer diese Buches, es wird immer wieder gerne angesehen. Auch eine solche Falle für Brummtrolle wurde schon mal aus Legoteilen gebaut, Gottseidank wurde dazu nicht einer meiner teuren Abtaster als Lockmittel verwendet, sie haben es erst einmal mit Käse probiert. Nur es kamen keine Brummtrolle.

Jetzt kommt meine wichtige Frage an Sie, woher bekomme ich so ein Glas voller Brummtrolle! Haben Sie vielleicht sowas im Angebot!

Diese freundlichen Zeilen schickte uns kürzlich ein Kunde, der Emma und Andreas Svalanders Kinderbuch erstanden hat. Mit den Brummtrollen können wir leider auch nicht weiterhelfen, aber über die offensichtliche Begeisterung seiner Enkel haben auch wir uns sehr gefreut!

Norddeutsche Hifi-Tage 2020 – Check!

In diesem Jahr gab es die Norddeutschen Hifi-Tage bei eher milden Temperaturen im Holiday Inn an den Hamburger Elbbrücken. Ein letztes Mal vor dem Umzug der Messe nach Hamburg-Harburg durften wir uns mit Flatterechos, mitschwingenden Türrahmen und dröhnenden Wandschränken beschäftigen. Inzwischen können wir das schon ganz gut.

Zu hören war der große TW Acustic Raven Black Night mit passendem 10.5-Tonarm und einem Dynavector-System. Darauf folgten der Audia Flight Phono (im jetzt 12. Baujahr!), die Vorstufe FLS 1 und die bärenstarke Endstufe FLS 4. Die Verkabelung stammte natürlich von Cardas und die Nautilus-Netzleiste machte eine wirklich gute Figur. Als Lautsprecher verwendeten wir die Parsifal Anniversary von Verity Audio in weißem Klavierlack.

Klanglich war die Kombination so natürlich und harmonisch, dass zahlreiche Besucher genau dies kommentierten. „Hier kann man schön Musik hören“, ist wohl eines der gängigsten Komplimente gewesen.

Reference Recordings: Heft-CDs in AUDIO und stereoplay

Die HiFi-Magazine AUDIO und stereoplay haben sich für die Ausgaben 1/2020 etwas Besonderes einfallen lassen. In Zusammenarbeit mit Reference Recordings veröffentlichen beide Magazine eine Heft-CD mit Titeln aus dem Programm des Labels.

„Part One“ erscheint in der AUDIO und enthält 13 Titel. Chefredakteur Andreas Eichelsdörfer schreibt dazu: „Ich verspreche Ihnen nicht zu viel, wenn ich behaupte, dass diese CD eine der besten ist, die es je auf einer AUDIO gab.“ Zu hören sind:

  • Mike Garson – Space Oddity
  • Blazing Redheads – Tribute To Dollar Brand
  • Reinaldo Brahn – Poe O Pe Na Estrada (Sincere Love)
  • Doug MacLeod – Ridge Runner
  • Fiona Boyes – One Rule For You
  • Clark Terry – Easy Does It
  • Frederick Fennell & Dallas Wind Symphony – Entry March Of The Boyars
  • Jerry Junkin & Dallas Winds – Fanfare For Full Fathom Five
  • Manfred Honeck & Pittsburgh Symphony Orchestra – Ludwig van Beethoven – Symphony Nr. 5 in C minor, op. 67 – Allegro con brio
  • Manfred Honeck & Pittsburgh Symphony Orchestra – Peter Tschaikowski – Symphony Nr. 6 in B minor, op. 74 „Pathétique“ – Allegro Molto Vivace
  • Keith Clark & Pacific Symphony Orchestra – Ottorino Respighi – S. Gregorio Magno
  • Thierry Fischer & Utah Symphony: Sergei Prokofjew – Lieutenant Kijé Suite – Romance
  • Virgil Fox – Johann Sebastian Bach – Air On A G String, BWV 1068

Part Two in der stereoplay hat eine nicht weniger beeindruckende Titelliste:

  • Fiona Boyes – Ember
  • Doug MacLeod – Who’s Driving The Bus
  • Lloyd Jones – Doing What It Takes
  • Mike Garson – All Blues (edit)
  • Dick Hyman – Back Up To Me
  • Dick Hyman Swing All Stars – You’re Driving Me Crazy
  • Jerry Junkins & Dallas Winds – John Williams – Imperial March
  • Varujan Kojian & Utah Symphony Orchestra – Hector Berlioz – Symphonie Fantastique – Marsch zum Richtplatz
  • Michael Stern & Kansas City Symphony – Gustav Holst – The Planets – Mars, The Bringer Of War
  • Keith Lockhart & Utah Symphony Orchestra – Sergei Rachmaninov – Symphonic Dances – Non Allegro
  • Manfred Honeck & Pittsburgh Symphony Orchestra – Antonin Dvorak – Rusalka Fantasy (edit)
  • Eiji Oue & Minnesota Orchestra – Nikolai Rimsky-Korsakov – Dance Of The Tumblers
  • Steven Smith & Richmond Symphony – Mason Bates – From Pent-Up Aching Rivers

Nutzen Sie doch die kommende Weihnachtszeit und verschaffen Sie sich mit diesen CDs selbst einen Eindruck von den hervorragenden Aufnahmen Keith O Johnsons, einem der wirklich Großen der HiFi-Welt.

GRAMMY-Nominierungen für Reference Recordings

Auch in diesem Jahr ist das Label Reference Recordings wieder mit mehreren Titeln für einen GRAMMY nominiert. Auf der Liste stehen:

RR-145 SACD – Jan Kraybill – The Orchestral Organ
Best Immersive Audio Album
Producer of the Year, Classical (Marina A. Ledin, Victor Ledin)
Best Classical Instrumental Solo


FR-733 SACD – Manfred Honeck & Pittsburgh Symphony Orchestra – Bruckner: Symphony No. 9
Best Engineered Album, Classical
Producer of the Year, Classical (Dirk Sobotka)
Best Orchestral Performance


RR-147 SACD – Hermitage Piano Trio – Rachmaninoff
Best Engineered Album, Classical
Producer of the Year, Classical (Marina A. Ledin, Victor Ledin)
Best Chamber Music / Small Ensemble Performance


FR-731 – The Divine Liturgy of St. John Chrysostom
Producer of the Year, Classical (Blanton Alspaugh)
Best Choral Performance


FR-732 – Steven Smith & Richmond Symphony – Bates: Children of Adam & Vaughan Williams: Dona Nobis Pacem
Producer of the Year, Classical (Marina A. Ledin, Victor Ledin)

World of Hifi in Neuss

Die Demo-Anlage im Raum Heinrich-Heine-3

Schwierige akustische Bedingungen gehören irgendwie zu den Hifi-Messen dazu. Die World of Hifi in Neuss am vergangenen Wochenende machte da keine Ausnahme. Die Konferenz-Räume des Dorint Hotels sind so konstruiert, dass schwebenden Wände zur Unterteilung verwendet werden. So kann ein sehr großer Raum in gleich vier kleinere Räume unterteilt werden. Die sind dann allesamt recht bassarm, da die Seitenwände ganz wunderbar als Tiefton-Absorber funktionieren. Dafür hat man aber ein ganz wunderbares Flatterecho in den hohen und nunmehr eher schmalen Räumen. Zum Glück hatten wir einen ganzen Schwung an Akustik-Modulen dabei.

Nichtsdestotrotz klang es unerwartet gut und trotz der Bestuhlung mit immerhin 20 Stühlen war genug Fleischabsorption im Raum. Wir spielten eine lockere Mischung aus Pop, großorchestraler Filmmusik, Brit-Rock, Funk, Soul und ein ganz klein wenig Jazz.

Die Anlage bestand aus einem gigantischen TW-Acustic Raven Black Night mit passendem 10.5 Tonarm. Die Elektronik übernahm Audia Flight mit der klassischen volldiskreten Phonostufe, der Strumento No. 1 Mk2 Vorstufe und der Strumento No. 4 Mk2 Stereo-Endstufe. Deren Verpackungen kann man schön ganz links im Bild erkennen. Verkabelt ist natürlich mit Cardas Kabeln und standhafte Unterstützung bietet ein Quadraspire SV2T Rack aus Bambus-Massivholz mit dem optionalen Bronze-Upgrade mit einer Extra-Ebene. Die Lautsprecher stammen von Verity Audio und es sind die Sarastro IIS in weißem Klavierlack. Deren Flightcases sieht man ganz recht im Bild.

Wer sich jetzt den Klang nicht vorstellen kann, dem sei gesagt, dass wir eine ganze Reihe an Besuchern hatten, die sich die halbstündige Vorführung gleich mehrfach angehört haben.

Hong Kong AV Show 2019

Eigentlich ist die Hong Kong Messe jedes Jahr ein Pflichttermin für mich. In diesem Jahr war das Ticket bereits im März möglichst preisgünstig und ohne Rücktrittsrecht gebucht und das Hotel nur wenige Minuten zu Fuß vom Messezentrum ebenfalls. Wer konnte denn auch ahnen, dass es zu gigantischen Protesten in Hong Kong kommen sollen. – Die Ausrichter der Messe auf jeden Fall nicht, die hatten einfach mit einer deutlich zurück gegangenen Besucherzahl zu kämpfen, denn die vielen Besucher aus Shenzen, Dongguan und Guangzhou, nördlich der Sonderverwaltungszone Hong Kong blieben aus. Kein Wunder, berichtete doch das Fernsehen in China von terroristischen Verhältnissen und Gefahr für Leib und Leben.

Letzteres war für mich als Besucher nicht wahrzunehmen. Die South China Morning Post veröffentlichte zwar jeden Morgen Fotos von Großprotesten, doch scheinen mir viele der dortigen Ausschreitungen eher dem zu entsprechen, was rund um deutsche Bundesligaspiele der Hochrisiko-Klasse zu erwarten ist. Hinter vorgehaltener Hand erfährt man viel Zustimmung zu den Protesten, doch konsequente Ablehnung der Gewalt gegen Polizisten.

Gut besucht war die Messe dennoch und wie immer wird dort vor allem gerne groß präsentiert. Zielpublikum sind eine nicht ganz so kleine Gruppe an Superreichen aus China und weniger die in engen Apartments lebenden Hong Konger. Letztere freuen sich hingegen über immer bessere In-Ohr-Kopfhörer mit kleinen tragbaren Musikspielern.

Vor jeder Messe gilt es die Ohren zu schärfen. Wie klingt eine Trommel denn nun wirklich in einem Saal mit Granitboden?
Streaming und Downloads hin oder her, der wahre Audiophile setzt auch in Hong Kong auf Tonträger als Maß der Dinge und wie man hier schön erkennen kann, herrschte massiver Andrang.
Anne Bisson signiert ihre bandneue UHQCD, die demnächst auch zu uns nach Deutschland kommt. Das Foto beweißt, wer ein solches Lächeln hat, der braucht kein Botox gegen Falten.
Es gibt ein Live-Konzert? Mit Anne Bisson? Aber gerne. Das vorher 45 Minuten Vorträge gehalten werden und auch wirklich jeder, inklusive des Deutschen Vertriebs, auf die Bühne gerufen wird, kann ja keiner ahnen.
Klanglich war es jedoch richtig gut. Anne Bisson gehört zu denjenigen Künstlern, die auf der Bühne mit großer Selbstverständlichkeit agieren und dabei noch mit dem Publikum schäkern. Ein Lied auf Mandarin? Gerne – habe ich doch geübt.
Sony Hong Kong hat sich an das reale Lebensumfeld der Bevölkerung angepasst. Ein Teil des Messestandes simuliert einen U-Bahn-Wagon.
Die neue Verity Audio Lakmé hatte Asien-Premiere und die X-Reference-Racks von Quadraspire machen sich auch in dunklen Vorführkabinen noch gut.
Die wohl schwergewichtigste Vorführung der Messe. Begehbare Endstufen und in diesem Umfeld wirkt auch der größte Transrotor fast zierlich.
In diesem Umfeld wirken die eigentlich nicht eben zierlichen Audia Flight Endstufen sogar noch ganz kompakt.
Wer Understatement mag, der wird diese Ausführung in mattem schwarz der Audia Flight Strumento No. 1 und Strumento No. 4 lieben.

Endoskopisches Firmwareupdate!

Firmwareupdate Audia Fligth FLS 10 in Originalverpackung

Manchmal ist es schwierig allen Kundenwünschen gerecht zu werden. So haben wir einen Bestellung für einen Audia Flight FLS 10 Vollverstärker in silber erhalten und haben das Gerät auch originalverpackt am Lager. Jetzt hat Audia jedoch mit der Einführung der neuen DAC-Platine für die FLS-Serie auch eine geänderte Firmware geliefert, die eine separate Stromversorgung des USB-Empfängers möglich macht. Der Kunde möchte das Gerät jedoch unbedingt originalverpackt haben.

Was also tun? Ganz einfach. Das Gerät wird in der Schutzfolie aus seiner Holzkiste entnommen und wir nähern uns durch einen Schnitt auf der Unterseite der RJ-45 Buchse für Firmware-Updates und lassen die Stromversorgung des internen Prozessors dabei über den Laptop laufen.

Mittels eines solchen, quasi endoskopischen, Eingriffs können wir also sicher gehen, dass der Kunde ein wirklich ganz neues Gerät erhält und trotzdem auf dem aktuellsten Firmware-Stand ist.