Endoskopisches Firmwareupdate!

Firmwareupdate Audia Fligth FLS 10 in Originalverpackung

Manchmal ist es schwierig allen Kundenwünschen gerecht zu werden. So haben wir einen Bestellung für einen Audia Flight FLS 10 Vollverstärker in silber erhalten und haben das Gerät auch originalverpackt am Lager. Jetzt hat Audia jedoch mit der Einführung der neuen DAC-Platine für die FLS-Serie auch eine geänderte Firmware geliefert, die eine separate Stromversorgung des USB-Empfängers möglich macht. Der Kunde möchte das Gerät jedoch unbedingt originalverpackt haben.

Was also tun? Ganz einfach. Das Gerät wird in der Schutzfolie aus seiner Holzkiste entnommen und wir nähern uns durch einen Schnitt auf der Unterseite der RJ-45 Buchse für Firmware-Updates und lassen die Stromversorgung des internen Prozessors dabei über den Laptop laufen.

Mittels eines solchen, quasi endoskopischen, Eingriffs können wir also sicher gehen, dass der Kunde ein wirklich ganz neues Gerät erhält und trotzdem auf dem aktuellsten Firmware-Stand ist.

HIGH END 2019 – ein Rückblick

Die HIGH END ist jedes Jahr die Höchststrafe für alle Mitarbeiter bei Sieveking Sound. Was für den HiFi-Enthusiasten ein Mekka und für die Hersteller dieser Welt das wichtigste Branchenzusammentreffen überhaupt ist, bedeutet für uns vor allem: Logistik!

In diesem Jahr waren es wieder zwei 7,5-Tonner aus Bremen und die Paletten diverser Speditionen, die sich rechtzeitig zur Messe einfinden mussten – und diese war für uns groß. HIFIMAN hatte wieder ein gut isolierte Vorführkabine in Halle 4. Cardas Audio brauchte im Grunde nur einen Ort, um alle internationalen Vertriebe zu treffen und wollte dabei gut aussehen. Diesen Job übernahm während der vier Messetage Chefin Angela Cardas. Mit Cardas-Tätowierung auf dem Oberarm und Stilettos, die gleich als Fotomuster dienen mussten. Das sieht man sich aber wohl am besten auf der Cardas-Instagram-Seite an. Freude hatte das Sieveking-Sound-Team mit den Geburtsgeschenken für den frischen Papa Brian von Bork, der passend zum eigenen Namen einen BVB-Strampler erhielt. Quadraspire hatte unerwartet viel Platz für eine große Kollektion an Racks und zeigte auch gleich neue Möglichkeiten. So sahen wir zum ersten Mal ein ganz schwarzes X-Reference-Rack mit geschwärzten Bambus-Ebenen. Und dann war da noch der vollste Tonträgerstand der Messe, der alle, die meinten, dass niemand mehr Tonträger kaufen würde, Lügen strafte. Cellist Vincent Bélanger kam an den Stand, unterschrieb die eigenen LPs und wir konnten alsbald den ersten Ausverkauf vermelden.

Wem das noch nicht reichte, der hatte vor Ort die Möglichkeit, gleich vier verschiedene Verity-Audio-Lautsprecher zu hören. Die gewaltige Lohengrin IIS hielt Hof und ich erinnere mich an den älteren Herren, der am Freitag morgen den Raum mit den Worten verließ: „Entschuldigen Sie bitte, ich muss jetzt ein wenig weinen.“ Und genau das im Flur vor dem Raum tat. Wir haben auch Schimpfe bekommen. Von PMC im Nachbarraum. Dort spielt man eher laut. Doch der Bass der Lohengrin IIS mit ihren 38-cm-Tieftönern war bei der mächtigen Orgelaufnahme durch die Pappwände des Vorführraumes nebenan wohl ein wenig präsent. Wir hatten sogar eine unerwartet große Anzahl an Menschen in der Vorführung, die eben nicht von Raum zu Raum hetzten, sondern lange die absolute Lässigkeit der Lohengrin IIS, die nebenher noch ein gigantisch großes Klangbild mit allerfeinsten Details bot, genossen. Das ist auf einer Messe selten.

Im direkten Vergleich war die kleine Lakmé leicht zu übersehen und wahrscheinlich die größere Sensation. Eine schon fast zierliche Verity in moderner Optik und einer Abbildungsgröße, die ihre Gehäuseabmessungen Lügen straft.

Bei den Kollegen von Zesto Audio aus den USA spielte dann eine Verity Audio Amadis S in vollem Röhrenglanz auf. Bei CAD aus England hingegen spielte eine Sarastro IIS mit Elektronik von Timo Engström aus Schweden als Antrieb. Beide Ketten waren sehr unterschiedlich und die Verity brachten einfach ihr Klangbild mit großer Leichtigkeit rüber.

Ganz nebenbei spielte auch eine italienische Verbindung mit großer Audia-Flight-Elektronik und Albedo-Lautsprechern. Ein Klang voller Lebensfreude. Die Kollegen von Innuos aus Portugal setzten auch in diesem Jahr wieder auf X-Reference-Racks und bei Audio-Technica ist es nur eine Frage des passenden Ständers. Bei DCS und bei Vita Audio setzt man auf HIFIMAN-Kopfhörer.

Wer jetzt also meint, dass so eine Messe doch eine leichte Übung sein dürfte, der darf sich gerne für die kommenden Jahre als Auf- und Abbau-Helfer melden.

Analog ist mehr als nur LPs

Heute haben die Damen beim Zollamt in Bremen große Augen gemacht. Magnetbänder sind ja eigentlich ein Ding der Vergangenheit und nur noch wenige Fans verwenden die analoge Technik, die damals so schnell von der klanglich viel schlechteren Compact Cassette verdrängt wurde. Als Werkauftrag für einen echten Fan des guten Klanges haben wir heute vier Bandspulen erhalten. Darauf befinden sich Masterbandkopien von Patricia Barbers Erfolgsalben „Café Blue“ und „Nightclub“ mit 15 Zoll pro Sekunde Bandgeschwindigkeit auf Metallspulen.

Masterbandkopien auf analogem Tonband

Mangels Bandmaschine können wir einfach nur aus Erfahrung behaupten, dass dies wohl das ultimative Klangerlebnis sein wird.

Wer sich einen solchen Traum ebenfalls erfüllen möchte, der sende uns bitte eine E-Mail. Bei entsprechenden Anfragen kann man das Label vielleicht davon überzeugen noch ein paar Bänder in Auftrag zu geben.

Schwergewicht mit schicken Füßen

MA 8900 mit Quadraspire QPlus-Reference Fußset

Eigentlich darf das gar nicht funktionieren. Ein großer und schwerer Vollverstärker mit dicken Gummifüßen, der zu dem noch auf einer mordsschweren Steinplatte steht, die wiederum auf vier massiven Messing-Spikes ruht, darf gar nicht auf dazwischen gesetzte Quadraspire-QPlus-Füße reagieren. Tut er aber. Und zwar sehr deutlich. Das gesamte Klangbild wird luftiger und Instrumente deutlicher ortbar. Der Bass reagiert deutlich und zuvor oftmals undefinierte, tiefe Frequenzen teilen sich plötzlich in klar differenzierte Bass-Töne auf. Am heftigsten ist jedoch, dass man den Eindruck hat, der gemütliche Mac wäre endlich richtig bei der Sache und blickt auf einmal mit viel wacheren blauen Augen auf das Musikgeschehen. So als hätte er nur darauf gewartet, dass es endlich zur Pediküre geht. – Sie halten das alles für haltlose Prosa? Der Besitzer des obigen Macs hat auch nicht damit gerechnet, dass er den Füßen ein neues zu Hause geben möchte. Trauen Sie sich das auszuprobieren! Voraussetzung ist nur ein stabiler Untergrund. Der Händler Ihres Vertrauens besorgt Ihnen gerne Demo-Sets.

Eine Verity Audio Fidelio zum Service-Besuch

Verity Audio Fidelio nach erfolgreichem Service bei Sieveking Sound in Bremen

Aus Süddeutschland erreichte uns ein Anruf mit der Bitte sich doch einer jetzt 14 Jahre alten Verity Audio Fidelio anzunehmen. Der Lautsprecher war Opfer eines kapitalen Verstärkerschadens geworden und ein vorherige Reparaturversuch hatte den Besitzer unzufrieden zurück gelassen. Irgendwie spielte der Lautsprecher nicht mehr wie vorher und außerdem hatte der Besitzer den Verdacht, dass der ehemals eingedrückte Hochtöner so seine Probleme hatte.

Wir organisierten den Speditionstransport nach Bremen und mussten dem Besitzer beipflichten. Der linke und rechte Lautsprecher spielten doch recht unterschiedlich, ein Hochtöner kiekste wo der andere seidig klang und der Bass klang, als hinge er hinterher.

Für den Bass konnten wir ein gematchtes Paar des direkten Nachfolgemodells mit geändertem Korb beschaffen und ein neues Paar Hochtöner war ebenfalls kein Problem. Dazu kam die Aufgabe einen neuen Frontfilz für beide Seiten zu besorgen, da der Hochtöner ja hinter dem Filz eingesetzt werden muss. Zudem müssen die Schrauben in die Frontplatte des Hochtöners eingelassen werden, was leider vom Hersteller gar nicht vorgesehen ist. Nun ja – ein Senker schafft hier Abhilfe. Das wahre Bonus-Feature war es dann, die gummierten Abdeckungen der Metallplättchen an der Front zu besorgen, damit die glatten Magnete der Frontbespannung nicht abrutschen können.

Die Fidelios spielen jetzt wieder ganz wunderbar und erinnern ein wenig an die aktuelle Verity Audio Otello. Nicht ganz so frei und luftig und etwas kritischer in der Aufstellung mit stärker gebündelter Abstrahlung, doch tonal sehr ähnlich. Nun ja – wäre ja auch Schade, wenn sich in den letzten 14 Jahren nichts getan hätte.

Sieveking Sound auf den Norddeutschen HiFi-Tagen 2019

Am vergangenen Wochenende waren wir wieder als Aussteller zu Gast bei den Norddeutschen HiFi-Tagen. Wie bereits in den letzten Jahren hatten wir unsere Tonträger im Gepäck, die im Eingangsbereich des Holiday Inn zu finden waren. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit zum ausgiebigen Stöbern in den audiophilen Klassikern und Neuheiten unseres Programms.

In Raum 345 wartete eine Kombination hochwertiger Elektronik auf hörwillige Gäste. Die Kette bestand aus dem Vollverstärker FLS10 und der Phonovorstufe Flight Phono von Audia Flight, dem Laufwerk Raven AC von TW-Acustic und einem Lautsprecherpaar Otello von Verity Audio. Verbunden haben wir das Ganze mit Kabeln und einer Netzleiste von Cardas Audio und präsentiert auf einem Rack SunokoVent 2 aus Bambus von Quadraspire. Selbstverständlich durfte auch der Quantum Noise Resonator nicht fehlen.

Auf den knapp zehn vorhandenen Hörplätze zeigten sich die Messebesucher äußerst angetan vom Gebotenen – wenngleich niemand von unserem Angebot Gebrauch machte, selbst mitgebrachte Platten zu hören. Kommen Sie im nächsten Jahr darauf zurück! Ansonsten faszinierte ganz offensichtlich das solide Laufwerk von Thomas Woschnick, das mit dem TW-Acustic Tonarm und dem Tonabnehmersystem DV DRT XV-1s von Dynavector hervorragend spielte. Auch die Otello ließ viele Besucher ein „Klingt einfach klasse!“ raunen.

Jennifer Warnes – Famous Blue Raincoat als Crystal Disc

Seit vielen Jahren geistern immer wieder Gerüchte über unglaublich teure Spezial-CDs aus Japan durch die Medien. Gemeint sind Crystal Discs, hierzulande gelegentlich auch als Glas-CD bezeichnet. Bei diesen Sonderproduktionen wird nicht mit einem Pressstempel heißes Polycarbonat geformt, sondern eine hochpräzise geschliffene Glasscheibe mit Pits und Lands beschichtet und dann vergoldet. Unglücklicherweise ist die Fertigung nur von Hand möglich und dauert zudem noch lange. STEREO-Autor Matthias Böde führt bei seinen Workshops gerne eine solche Crystal Disc des Albums Scotty Wright – Saint Mic vor, welches an sich schon kolossal klingt.

Nun wird auch das berühmte Album Jennifer Warnes – Famous Blue Raincoat in einer limitierten Auflage von 100 Stück als Crystal Disc gefertigt. Jan Sieveking selbst hat sich die Nummer 42 – die Antwort auf alles! – gesichert.

Preislich bewegt man sich bei einer Crystal Disc bei € 1.600,- pro Stück inkl. Verzollung und Umsatzsteuer. Bei Interesse an Scotty oder Jenny bitte direkt Jan Sieveking im Hause Sieveking Sound ansprechen und mit Lieferzeiten rechnen.

Fünf Grammy-Nominierungen für Reference Recordings

 

Mit gleich fünf Nominierungen ist Reference Recordings bei der Verleihung der Grammy Awards 2019 dabei. Sie gehen an:

John Williams At The Movies
Best Engineered, Classical & Best Classical Compendium

Beethoven: Symphony No. 3; Strauss: Horn Concerto No. 1
Best Engineered, Classical & Best Orchestral Performance

Teach Me Thy Statutes
Best Choral Performance

Wir drücken die Daumen!