Sieveking Sound auf der High End on Tour in Darmstadt

Am vergangenen Wochenende war Sieveking Sound auf der High End on Tour in Darmstadt. Im schicken Darmstadtium waren die akustischen Bedingungen leider alles andere als optimal. Unser Vorführraum hatte nicht nur parallele Betonwände, sondern auch noch eine Fensterfront, die sämtliche rückwärtige Energie der Lautsprecher schräg an die Akustikdecke sandte. Wir hatten somit die seltene Kombination aus einem schmerzhaften Flatterecho und einer schon fast topfig ausgehöhlten Wiedergabe.

Wir haben uns bemüht, mit insgesamt 44 Akustikmodulen das Desaster in Grenzen zu halten, waren damit jedoch nur teilweise erfolgreich. Am Samstag setzten wir noch auf eine Kombination aus Diffusoren und Absorbern vor den harten Betonwänden und konnten damit zumindest eine gute Sprachverständlichkeit erreichen. Auch die Abdeckung der mitschwingenden Fußbodengitter über der Heizung mit Samt sowie der Turmbau mit Kartons in einer verwinkelten Raumecke halfen noch ein klein wenig. Schlussendlich spielte die Anlage jedoch matt und kraftlos und für uns als Vorführer ist das sehr unbefriedigend. Ein wenig wie Autofahren mit angezogener Handbremse. Am besten klang es noch, wenn sich genug Fleischabsorption im Raum befand.

Am Samstagabend bauten wir dann erneut um und die Diffusoren wanderten hinter Anlage und Lautsprecher. Wie gut war es nun? Es war so gut, dass wir einige Besucher über Stunden im Raum hatten. Ich muss jedoch sagen, dass wir nur rund die Hälfte des Potenzials der Anlage gehört haben. In jedem normalen Wohnzimmer spielt es erheblich besser.

Es gilt somit mal wieder die alte Regel, wonach jede Anlage nur so gut spielt, wie der Raum sie lässt. Im Vergleich mit unserem Raum in Darmstadt sind die Räume in München schon fast als ordentlich zu bezeichnen. Da wird man dann im Mai die Kombination aus Audia-Flight-Elektronik, Verity-Audio-Lautsprechern, Cardas-Verkabelung und Quadraspire-HiFi-Racks im Raum F 122 im Atrium 4 wiederfinden.

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